Wappen Gasthof Lerner
Hotel & Wirtshaus seit 1919

„Wer Freising nicht gesehen hat, kennt Altbayern nicht." — H.W. Riehl, 1866

Freising war schon immer eine Reise wert.

Aber die letzten Jahre haben die Stadt noch einmal neu erfunden. Die Moosach plätschert wieder offen durch die Altstadt – nach über 130 Jahren unter Stein und Asphalt. Der Domberg strahlt nach umfassender Sanierung in neuem Glanz, barrierefrei erreichbar mit dem neuen Schrägaufzug. Und das Diözesanmuseum – nach neunjähriger Schließung und 74 Millionen Euro Investition – gehört heute zu den beeindruckendsten Museen Bayerns.

Wer Freising noch nicht gesehen hat: jetzt ist der richtige Moment.

Altstadt & Moosach

Das Herzstück der Freisinger Innenstadterneuerung ist die Moosach. Über 130 Jahre lang floss der Stadtbach unsichtbar unter der Oberen Hauptstraße – 1880 unter Steinplatten verschwunden, lange vergessen. Seit Mai 2023 plätschert er wieder offen durch die Altstadt: mit breiten Sitzstufen und Holzauflagen entlang des Ufers, Cafés und Restaurants mit Blick aufs Wasser, und einem Wochenmarkt, der zurück an seinen angestammten Platz gefunden hat.

Die gesamte Obere Hauptstraße wurde im Zuge der Moosachöffnung barrierefrei umgestaltet – ein einladender Stadtraum entstanden, der zum Flanieren verführt. Dazu eindrucksvolle Bürgerhäuser aus Jahrhunderten Stadtgeschichte, kleine Läden und Gastronomiebetriebe, die dem Altstadtleben seinen Charakter geben.

Freising hat wieder einen Mittelpunkt – und der plätschert.

Gärten, Bier & Panorama

Vom Gasthof sind es nur wenige Gehminuten – und es lohnt sich in jede Richtung. Der Sichtungsgarten der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf zählt zu den bedeutendsten seiner Art in Deutschland und ist weit über Bayern hinaus bekannt: Auf über 5 Hektar wachsen Stauden, Gehölze und Rosenneuheiten in allen Kombinationen – Beetrabatten, steppenheideartige Pflanzungen, Steingartenanlagen, Teich und Wasserbecken. Gartenliebhaber kommen hier auf ihre Kosten, Inspiration inklusive. Eintritt frei, geöffnet von April bis Oktober.

Wer den Weg weiter nach oben auf den Weihenstephaner Berg nimmt, entdeckt den Hofgarten der ehemaligen Benediktinerabtei – mit altem Baumbestand, Staudenpflanzungen und einer Aussichtsterrasse mit atemberaubendem Alpenpanorama. Direkt daneben: der legendäre Biergarten der Brauerei Weihenstephan und die Brauerei selbst, deren Geschichte bis ins Jahr 1040 zurückreicht. Die älteste Brauerei der Welt – und einer der schönsten Plätze in der Region, um ein frisches Bier in der Abendsonne zu genießen.

Für alle die mehr über bayerische Biergeschichte erfahren möchten: Die Brauerei bietet regelmäßige Führungen an.

Domberg & Museum

Wer in Freising ankommt, sieht ihn zuerst: den Domberg mit seinen zwei Türmen, weithin sichtbar über der Isar. Seit 2024 führt die neue Dombergbahn als Schrägaufzug bequem und barrierefrei nach oben – ein Aufstieg, der sich lohnt.

Oben wartet eine der bedeutendsten kirchlichen Kunststätten Altbayerns. Der Freisinger Dom, dessen Geschichte bis ins 8. Jahrhundert zurückreicht, beherbergt den Reliquienschrein des Stadtpatrons Korbinian und ein barockes Inneres, das die Gebrüder Asam zum 1000-jährigen Bistumsjubiläum 1724 gestalteten.

Direkt daneben: das Diözesanmuseum – kurz DIMU – nach neunjähriger Schließung und einer Generalsanierung für rund 74 Millionen Euro seit Oktober 2022 wieder geöffnet. Auf fast 2.500 Quadratmetern zeigt es eine der weltweit größten kirchlichen Kunstsammlungen: frühchristliche Schätze, spätgotische Skulpturen, barocke Meisterwerke – und zeitgenössische Positionen von James Turrell, Kiki Smith und Anselm Kiefer. Ein Haus, das überrascht, fasziniert und bewegt.

Und dann ist da noch der Blick vom Domberg über die Freisinger Altstadt und das Isartal bis zu den Alpen – einer der schönsten Aussichtspunkte Oberbayerns.

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